Hallo meine Lieben,
gestern Abend habe ich "Die Auserwählten - In der Brandwüste" von James Dashner beendet und nun folgt die Rezension zum zweiten Teil der "Maze Runner"-Reihe. Vorab muss ich sagen, dass ich das Buch aus dem dazugehörigen Schuber gelesen habe und hier das Cover der normalen Taschenbuchausgabe abgebildet ist. Außerdem können Spoiler enthalten sein - Lesen also auf eigene Gefahr.
Inhalt:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit - doch dazu ist Thomas nicht bereit!
Cover:
Ich finde dieses Cover gelungen. Auf dem Bild sieht man einen Läufer, der gerade über einen Spalt springt, der sich in der sogenannten "Brandwüste" gebildet hat. Desweiteren ist dort der Titel zu sehen, sowie der Name des Autoren und des Verlages, was doch gut auf dem Bild platziert worden ist und auch farblich zum Bild passt. Wer die Person ist, die gerade über den Spalt springt, kann man nicht erkennen, weshalb viel Platz für die eigene Fantasie gegeben ist und man während des Lesens, aber auch danach darüber spekulieren kann, welche der Personen aus dem Buch dort abgebildet ist. Das Cover ist meiner Meinung sehr gut, weil man schon ein wenig darüber erfährt, was im Buch passiert, jedoch nicht zu viel darüber verraten wird.
1. Satz:
Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas.
Schreibstil:
Wieder einmal ist der Schreibstil von James Dashner ungewöhnlich, weil das Buch in der "Er"-Form geschrieben, woran ich zumindest nicht wirklich gut gewöhnt bin. Wie auch im ersten Teil wird mir aber klar, warum der Autor diesen Schreibstil gewählt hat. So bekommt man viele Informationen mit, ohne aber zu einem "allwissenden" Erzähler zu werden. Trotzdem bekommt man nicht nur die Gefühle von Thomas mit, sondern auch die von den anderen Charakteren und Figuren, die im Laufe des Buches hinzukommen. Ihre Handlungen kann ich, im Gegensatz zum ersten Band, selbst nachvollziehen und muss diese deshalb nicht hinterfragen. Auch sind die Kapitel wieder kurz gehalten, Auf fast 500 Seiten findet man 65 Kapitel vor, die manchmal immer so abrupt enden, dass man immer weiter lesen möchte und das Buch wirklich schwer aus der Hand legen kann. Der Schreibstil ist flüssig und es sind auch keine allzu komplizierten Sätze, Erklärungen oder Wörter enthalten, die einem das Lesen erschweren, weshalb man ziemlich flüssig voran kommt und auch viel innerhalb weniger Zeit lesen kann, ohne wichtige Handlungen und Wendungen zu verpassen. Wenn man länger als zehn Minuten in diesem Buch liest, kann man sich alles genau vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit, denkt sogar, dass man selbst Teil dieser Geschichte ist, sodass es doch ziemlich traurig war, das Buch zu beenden. Am liebsten hätte ich gewollt, dass das Buch immer weiter geht. Der Schreibstil ist insgesamt gelungen und trägt zur Spannung des Buches einen großen Teil bei.
Zum Buch:
Ich war am Anfang ebenso verwirrt wie die "Lichter", wie sich die Gruppe an Jugendlichen in dem Buch nennt. Nach und nach macht aber alles wieder Sinn und die Puzzleteile sich langsam zusammen setzen, und man traut sich sogar zu, selbst Vermutungen anzustellen, die sich dann aber leider nicht immer als richtig erweisen. Schon ab Anfang an wird es spannend und diese Spannung steigt im Laufe des Buches so sehr, dass man richtig mitfiebert und es kaum erwarten kann, zu erfahren, wie das Buch denn überhaupt ausgeht. Während der Geschichte gibt es immer wieder unerwartete Wendungen und im Laufe der Zeit traut man es sich gar nicht mehr zu, sich einigermaßen "sicher" zu fühlen, was den weiteren Verlauf der Handlung angeht. Wieder ist das Ende ziemlich abrupt und lässt einem erstmal im Regen stehen. Ein typischer Cliffhanger, der aber nicht zu viel geheim hält und so dem Leser einen Denkanstoß geben möchte. Ein überstürztes Ende war es meiner Meinung nach nicht, auch wenn alles nicht wirklich einen Sinn ergab, zumindest in meinen Augen. Aber ich habe große Hoffnung, dass sich diese Fragen, die ich im Moment im Kopf habe, im dritten Teil lösen werden. Im Gegensatz zum Vorgängerband erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere, insbesondere über Thomas, aber auch über die neuen Charaktere, die immer wieder auftauchen. Die gesamte Storyline ist nicht weniger verrückt wie im ersten Teil und genau das ist es, was diese Reihe ausmacht.
Was sagst du dazu, Ruben?
Auch wenn ich das Buch sehr überzeugend fand, ergaben manche Wendungen gar keinen wirklichen Sinn und dass man über die Nebencharaktere so wenig erfährt, hat mich auch ein wenig gestört. Deswegen 4 von 5 Federn, weil einfach noch zu viele Fragen in meinem Kopf sind. Diese vier Federn tendieren aber zu fünf!
Fazit:
Erneut rasant und spannend erzählt James Dashner die Geschichte von Thomas und seinen Freunden weiter. Freunde werden verloren, aber auch neue hinzugewonnen. Trotzdem sind immer noch einige Fragen in meinem Kopf, die dieses Buch leider nicht beantworten konnte. Der vielversprechende Cliffhanger am Ende gibt einem aber die Hoffnung, dass auch dieses kleine Manko des Buches ausgebessert wird.
Informationen zum Buch:
Autor: James Dashner
Seitenanzahl: 482
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: November 2013
Liebe Grüße,
Naddy


Hey,
AntwortenLöschenich habe dich getaggt-und zwar für den Versatile Blogger Award.
http://anneblogt.de/?p=2538
Würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn du mitmachst:)
LG
Anne