Montag, 3. November 2014

Rezension: Romeo für immer von Stacey Jay

Hallo meine Lieben,

heute habe ich den zweiten Teil der Dilogie um Romeo und Julia von Stacey Jay abgeschlossen. Deshalb gibt es jetzt die Rezension für Romeo für immer.

Inhalt:
Seit Romeo seine einstige Geliebte Julia getötet hat, wandert er als Söldner der Apokalypse durch die Jahrhunderte - mit nur einem Ziel: die Liebe zwischen zwei Menschen zu zerstören. Aber die Mächte des Bösen haben ihn verstoßen. Wenn Romeo nicht auf ewig verdammt sein will, bleibt ihm nur eine einzige Chance: Er muss auf die Seite der Botschafter des Lichts wechseln und das Herz eines Mädchens erobern. Doch Romeo weiß nicht, dass die Auserwählte das Schicksal der ganzen Welt in den Händen hält, denn in ihr tragen die Mächte des Bösen und des Guten einen erbitterten Kampf aus ... 


Cover:
Dieses Mal ist das Cover in bläulichen Tönen gehalten. Wer darauf zu sehen ist? Davon habe ich eigentlich überhaupt keine Ahnung, da in dem Buch, soweit ich es mitbekommen hatte, kein Mädchen mit schwarzen Haaren und blauen Augen vorkommt. Vielleicht handelt es sich hierbei um Gemma, die beste Freundin von Ariel, das würde aber in meinen Augen ziemlich sinnfrei sein, da Gemma nicht einer der wichtigsten Charaktere in dem Buch ist. Ich persönlich finde das Cover toll und vor allem die Schrift, die für den Titel verwendet wurde, finde ich sehr schön. Trotzdem hätte es mir besser gefallen, wenn das Cover zum Inhalt gepasst hätte - also sozusagen im Gegensatz zu Ariel auf dem Cover von Julia für immer, ein Junge, der Dylan bzw. Romeo im Körper von Dylan darstellen sollte.

1. Satz:
Wir erreichen die einsame Hügelkuppe über Verona bei Sonnenuntergang.

Schreibstil:
Dieses Mal ist das Buch aus Romeos und Ariels Sicht geschrieben, so ziemlich abwechselnd. Außerdem befinden sich drei Zwischenspiele in dem Buch, wie im Vorgänger Julia für immer. Diese sind aber nicht aus Romeos Sicht geschrieben, sondern auf Julias, was der Geschichte einen besonderen Touch verleiht. Immer noch bin ich der Meinung, dass diese Zwischenspiele eine gute Idee der Autorin waren. Am Ende liest man nochmal ein Nachspiel, dieses Mal aus der Sicht von Romeo, 12 Jahre nach der eigentlichen Geschichte, was ziemlich interessant ist. Ich muss zugeben, dass mir die ersten Seiten etwas komisch vorgekommen sind - es ist ein Vorspann, der eigentlich ziemlich wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Dieser wurde wahrscheinlich gezielt an den Anfang gesetzt, um den Leser wieder an den Vorgängerband zu erinnern. Am Anfang zieht sich das Buch durch den Schreibstil ein wenig, aber dann wird dieser immer besser und besser, sodass sich das Buch schnell lesen lässt. Die Autorin hat einen interessanten Schreibstil, der viele Gedanken und Gefühle zulässt, ohne dabei zu vergessen, die Umgebung zu beschreiben. 

Zum Buch:
Also.. Jetzt kommen mal die negativen Aspekte zuerst dran. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr begeistert von Julia für immer war, weshalb ich natürlich Romeo für immer auch lesen musste. Aber.. Was ist das denn für ein Buch? Zuerst... Ich hatte Romeo anders in Erinnerung. Irgendwie mysteriös und undurchschaubar. Deshalb war es interessant, mal aus seiner Sicht das Geschehen zu betrachten bzw. zu lesen. Aber irgendwie... kam Romeo anders rüber als im vorherigen Teil. Ja, vielleicht sollte ich die beiden Bände nicht vergleichen, aber sie sind eine Dilogie und hängen zusammen, weshalb ich nun mal vergleiche. Außerdem hatte ich Ariel auch anders in Erinnerung - klar, im ersten Teil war sie ja von Julias Seele besetzt, aber so ein großer Unterschied konnte zwischen den beiden doch nicht sein oder? Ariel wird immer verrückter im Laufe des Buches und irgendwie verhält sie sich gegenüber anderen Personen immer anders. Gegenüber ihrer Mutter spielt sie die arme, verletzliche Tochter, während sie gegenüber ihrer besten Freundin Gemma ein rachesüchtiges, naives Mädchen ist und gegenüber Romeo bzw. Dylan ist sie dann wieder total stark und selbstbewusst - aber nunja, sie ist ja nun mal ein junges, heranwachsendes Mädchen. Dass sich diese aber so verhalten, war mir bis heute aber nicht klar. Außerdem fand ich das Ende total unlogisch. Es wirkte so, als hätte das Ende noch auf möglichst wenige Seiten passen müssen. Von Logik ist da gar nicht mehr die Rede. Irgendwie war ich am Ende des Buches nur noch verwirrter als ich sonst war. Plötzlich war von verschiedenen Wirklichkeiten die Rede und dass plötzlich alles an Ariel liegt, dass sie die Macht hat, die Welt zu verändern und dass sie die Welt in ihren Händen hält. Was? Außerdem weiß ich bis heute nicht, wieso es denn überhaupt so etwas wie Botschafter und Söldner gibt und was den ganzen 'Streit' entfacht hat. Klar, wird das kurz am Ende erwähnt, aber die Erklärung klingt so verzweifelt, als ob der Autorin nichts mehr eingefallen ist. Allgemein wirkt das Ende so, als ob es gezwungen war und als ob die Geschichte unbedingt ein Happy End haben müsste. Ich fand das Buch wirklich gut, bis es dann zu den letzten 150 Seiten ging, die unrealistischer nicht mehr sein konnten. Das Buch rettet sich wirklich nur durch den Schreibstil und den ersten 250 Seiten.

Was sagst du dazu, Ruben?

Ich hatte mir mehr von diesem Buch erhofft und wurde nur enttäuscht. Die Charaktere, die in Julia für immer so gut ausgearbeitet und sympathisch gewesen waren, wirken blass und handeln teilweise überhaupt nicht logisch und unrealistisch. Jedoch konnte sich das Buch noch auf zwei von fünf Federn retten, wegen des guten Schreibstils und der eigentlichen Idee, die hinter der Geschichte steckt. Jedoch wurde diese Idee nicht gründlich genug ausgearbeitet.

Fazit:
Wer sich von "Romeo für immer" Antworten auf seine bisherigen und neu entstandenen Fragen erhofft, wird auf jeden Fall enttäuscht. Das Ende wirkt gezwungen und ist absolut unrealistisch. Zwar konnte mich das Buch gut unterhalten und war am Anfang ziemlich spannend, aber am Ende bleibe ich mit mehr Fragen zurück, als ich vorher schon hatte. Enttäuschend!

Informationen zum Buch:
Autor: Stacey Jay
Seitenanzahl: 393
Verlag: Egmont Ink
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2012

Liebe Grüße,
Naddy

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinterlasse mir doch einen Kommentar:)